Ein Tag in Hammamet

Einer der populärsten Urlaubsorte Tunesiens ist Hammamet. Der Badeort mit rund 63.000 Einwohnern liegt ca. 70 km südlich von Tunis, an der Südspitze des Cap Bon. Hammamet ist dank zahlreicher Hotels vom Tourismus bestens erschlossen und gehört zu den bekanntesten Urlaubszielen des Landes. Hammamet gilt zudem als exklusiver Kurort, in dem sich Schauspieler, Politiker und erfolgreiche Geschäftsleute des Landes erholen. 

Wir haben hier Familie, der wir gerne einen Besuch abstatten, wenn wir in der Nähe sind und wir fühlen uns im leicht verschlafenen Hammamet wohl. Ein guter Grund, um eine Serie unserer Tücher nach diesem Ort zu benennen. Im Shop findet ihr unsere super eleganten Tücher Hammamet die sich nicht nur als Hamamtuch sondern auch als chice Tagesdecken oder Sofaüberwürfe eignen.

Wir wollen ein paar Tage raus aus Tunis, die Familie in Hammamet besuchen und uns ein paar Strand- und Wellnesstage gönnen. Normalerweise ein Grund sich Tickets für den Luggage zu buchen, eine Art Langstreckentaxi für etwa 20 Passagiere. Nun ja, Raja berichtet bei einer Taxifahrt Von La Goulette nach Tunis einem Fahrer davon, der uns daraufhin anbietet, uns die nächsten Tage nach Hammamet zu bringen. Dass das für die geplante „Langstrecke” erlaubt sein, glauben wir dem netten Taxifahrer.

Mit Sack und Pack machen wir uns also auf den Weg, doch noch auf der Autobahn, etwa 15 km vor Hammamet werden wir von der Polizei herausgewunken. Der fröhlich, geschwätzige Taxifahrer ist nun nicht mehr so redselig, schließlich stellt sich schon bald heraus, dass die Taxen der Hauptstadt selbige in einem Radius von 10 km nicht verlassen dürfen. Die Tatsache, dass eine Europäerin im Taxi wartet und der Polizeibeamte sowohl sich als auch den Taxifahrer nicht weiter „blamieren” möchte, führt dazu, dass wir passieren dürfen und das Taxi nicht direkt stillgelegt wird. „Super – das ist ja nochmal gut gegangen!”… denke ich. Der Taxifahrer sieht das anders, schließlich wartet trotzdem noch eine deftige Strafe auf ihn. Er gibt nun Gas und wird keine 5 km weiter auch noch mit erhöhter Geschwindigkeit geblitzt. Der Tag ist gelaufen – da hilft wohl auch ein großzügiges Trinkgeld bloß bedingt.

Sehenswertes in Hammamet

Medina

Auch die Altstadt von Hammamet ist einen Besuch wert. Der entspannte Bummel durch die kleine Medina, vorbei an zahlreichen Souvenirgeschäften ist mit einer Fläche von etwa 200 x 200 Metern überschaubar. 

Umgeben von seinen ursprünglichen Mauern aus dem 15. Jahrhundert beherbergt Hammamets Labyrinth aus engen und verwinkelten Gassen in der Medina eine Fülle gut erhaltener traditioneller tunesischer Architektur. Einige der Gassen sind sogar überdacht, so dass es hier auch in der Sommerhitze kühl und schattig bleibt – was eine Erkundung noch angenehmer gestaltet. Hier werden lokale Stickereien, Keramik, Lederwaren und Teppiche ausgestellt, aber es sei zu erwähnen, dass die Waren auf Grund der Touristen eher teuer sind.

Hier liegen auch zwei der wichtigsten Gebäude, nämlich die Große Moschee und die Sidi Abdel Kader Moschee. Die Große Moschee wurde im 15. Jahrhundert erbaut und das rechteckige Minarett ist ein besonders schönes Beispiel islamischer Architektur. Die Sidi Abdel Kader Moschee wurde im 18. Jahrhundert erbaut und dient heute als Islamische Schule. Nicht-Muslime haben zwar keinen Eintritt in beide Gebäude, aber bereits die Fassaden sind einen Blick wert.

Kasbah

Die Kasbah von Hammamet aus dem 13. Jahrhundert ist ebenfalls einen Besuch wert und eine nette Abwechslung zum Strandurlaub.Im Inneren befindet sich ein interessantes Museum, das Hammamets farbenfrohe Geschichte der Piratenhöhlen und die spätere spanische Besetzung erklärt.

Ihr solltet unbedingt auf die Stadtmauer klettern, um einen herrlichen Blick, denn von hier oben habt ihr einen herrlichen Blick über die Medina und den malerischen Fischerhafen. Außerdem ist es ein Geheimtipp, um Sonnenuntergangsfotos vom Mittelmeer zu machen.

Café Sidi Bouhadid

Danach sollte man es sich im etwas versteckten, aber durchaus sehenswerten Café Sidi Bouhadid direkt an der Stadtmauer gemütlich machen und zum Minztee eine Shisha rauchen. Auch bei schönem Wetter sollte man einen Abstecher ins Innere des Cafés machen, um dort die Sammlung typischer Gemälde und Fotos von prominenten Hammamet-Besuchern zu bewundern. Von der traumhaften Dachterrasse des Cafes aus hat man einen direkten Blick auf das Meer.

Villa Sebastian

Ein weiterer interessanter Platz ist das internationale Kulturzentrum, das sich in der südlichen Hotelzone befindet. George Sebastian, ein wohlhabender Rumäne, der sich als erster von vielen wohlhabenden Europäern im frühen 20. Jahrhundert in Hammamet niederließ, baute die prächtige Villa in den 1920er Jahren.

Das Kulturzentrum ist täglich geöffnet, damit Besucher durch die Architektur gehen und sie bewundern sowie die kleinen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst vor Ort besuchen können. In den wunderschönen Villengärten bzw. im offenen Theater, das an eine altgriechische Arena erinnert, findet jedes Jahr im Juli und August das Hammamet International Festival of Music and Drama statt, Hammamets größte jährliche Veranstaltung. Wenn Sie zu diesem Zeitpunkt in der Stadt sind, verpassen Sie es nicht.

Beach Clubs

Der Strand ist wirklich schön und optimal für einen erholsamen Urlaub. Wer nach mehr Action und Party mit internationalem Flair sucht, ist sicherlich in einem der Highclass Beachclubs bestens aufgehoben. 

Empfehlenswert ist der Byblos Beach Club, in dem vor allem einheimische tagsüber die Seele baumeln lassen und abends zu traditioneller Livemusik tanzen.

Ein weiterer Hotspot ist der Mirage Beach Club des gleichnamigen Hotels, der uns stark an Ibiza erinnert. Zwischen großen mit Champagner- und Vodka gefüllten Eiskühlern, appetitlich angerichteten Platten voller frischer Meeresfrüchte relaxt und lässt sich hier begleitet von live Jazz-Lounge-Beats der Sonnenuntergang genießen.

Wellness

Hinter dem Wort Hammamet verbirgt sich übrigens die Mehrzahl von Hamam. Ein traditionelles Hamam steht nicht nur für gründliche Reinigung sondern ist auch Balsam für Körper und Geist. Während der kräftigen Hamam-Massage kommen die müden Knochen wieder ordentlich in Schwung. Abgesehen davon, ist eine Hamambesuch auch nachweislich gesund.

Mit dem Element Wasser in Kombination sowie natürlichen Heilmitteln ist auch Thalasso ein wundervolles Mittel, um die Seele baumeln zu lassen, den Körper zu entgiften und der Gesundheit etwas Gutes zu tun.

Das Meer, die salzige Brise, die warme Sonne und weitere natürliche Zutaten bilden das Grundrezept für einen bunten Strauß von Thalasso-Behandlungen. Das Wort „Thalasso“ stammt vom griechischen Wort „thalassa“, was Wasser bedeutet. Thalasso nutzt für den Menschen wichtige Spurenelemente, Vitamine,  Mineralstoffe und Proteine, die im Meerwasser, im reinen Meersalz, in Algen sowie im Schlick enthalten sind. Diese können vorbeugend und heilend wirken. Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie ist der Aufenthalt direkt am Meer. Was viele Touristen nicht wissen: Tunesien ist nach Frankreich der zweitgrößte Thalasso-Anbieter weltweit – eigentlich naheliegend bei einer Gesamtküstenlänge von knapp 1.200 Kilometern.

Freude empfehlen uns das Bio Azur Thalasso & Spa in Hammamet, eine Oase der Ruhe neben einem der luxuriösesten Hotels am Cap Bon. Das Thalasso-Zentrum widmet sich dem Wohlbefinden und der intensiven Entspannung, bietet eine große Auswahl an kurähnlichen, mehrtägigen Behandlungen zur Entgiftung, zur Schmerzreduktion und verwöhnende Pflegeangebote für Frauen und Männer.

Sobald ich das Wort „Wellness“ – insbesondere mit traditionellen und natürlichen Heilmitteln – höre, bin ich neugierig und so gönnen wir uns ein paar Tage später eine wohltuenden Aromaölmassage und eine entgiftenden Algenmaske. Die passenden Hamamtücher haben wir schließlich immer griffbereit! 😉 Trotz leichtem Sommerregen genießen wir das Bad  in einem der Meerwasser-Pools vor Ort und entspannen. 

Das Hamam ist optisch traditionell aufgebaut, wobei die Behandlungen unseres Erachtens eher auf die ausländischen Gäste abgestimmt sind.

Ward ihr schon in Hammamet? Wie hat’s euch gefallen? Habt ihr weitere Tipps zu einem Aufenthalt, die ihr mit uns teilen wollt? Dann schreibt uns!

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