Yoga im Sommer

Yoga in Tunesien – das ist Abschalten und Erleben pur! Geschäftiges Treiben in den Gassen, bunte Farben und aromatische Gewürze in den Souks, die aufrichtige Herzlichkeit der Einheimischen und begleitet von kulinarischen Köstlichkeiten von blutroter Schärfe bis hin zu sündig süßen Leckereien. Frische Früchte wie Kaktusfeigen, Granatäpfel und saftige Orangen sorgen hier nicht nur für gesundes Wohlbefinden, sondern helfen auch, den Körper zu entlasten und entgiften, damit auch der Geist Ruhe und Kraft findet.

Und nicht nur das! Besonders der Norden Tunesiens besticht mit seinen grünen Hängen, während der sandige Süden stellenweise einen Blick ins weitläufige Nichts ermöglicht und so dem Geist Freiheit bietet. Bei den Temperaturen kann die Konzentration aufs Wesentliche manchmal allerdings schwerfallen. Gleiches gilt für die heißen Monate in Deutschland.

Was bringt dir Yoga im Sommer?

Auch wenn wir den Sommer am liebsten mit einem kühlenden Getränk in unserem Lieblings-Café verbringen, so ist eine Yoga-Praxis für manche von uns genau die richtige Abkühlung! Denn Yoga beruhigt nicht nur unseren Körper, sondern auch den Verstand, der besonders im Sommer schneller überhitzt als uns lieb ist. Yoga bringt die Balance zurück und schenkt dir gleichzeitig Entspannung, aber auch Kräftigung für Körper, Geist und Seele!

Dabei muss es beim Yoga nicht immer zum Schwitzen kommen. Schließlich gibt es unzählige Yoga-Arten, wie das Yin-Yoga, mit dem wir unser gesamtes Nervensystem beruhigen und uns im Anschluss wie neu geboren fühlen!

Wenige Minuten Yoga im Sommer zur Erfrischung von Körper und Geist 

Besonders dann, wenn du dich im Sommer überhitzt oder ausgelaugt fühlst, können bereits ein paar Minuten Yoga helfen, um dein gesamtes Körpersystem wiederherzustellen. Indem wir die Aufmerksamkeit auf unsere Atmung lenken und weniger auf unsere Gedanken, können wir einen Moment vom Alltagsleben abschalten. Dies gelingt bereits mit einer einzigen Asana und kann wahre Wunder bewirken!

Asana-Tipps für den Sommer

Es gibt viele Yoga-Stile, die es über Jahrhunderte nach Deutschland geschafft haben oder in den vergangenen Jahren neu kreiert wurden, wie Yin Yoga, Power Yoga oder Vinyasa. Jeder Stil besitzt seine eigenen Asanas, die in der Regel auf dem klassischen Yoga-System beruhen – dem Hatha Yoga. Hier finden sich auch für die heißen Sommertage die passenden Asanas, wie kühlende Vorwärtsbeugen oder die Position, die in keiner Yoga-Praxis fehlen darf: Shavasana, die Todesstellung. Hierzu legst du dich einfach auf den Rücken und entspannst deinen gesamten Körper bewusst für 5-10 Minuten.

Beste Zeit für Yoga im Sommer

Die frühen sommerlichen Morgenstunden eignen sich besonders gut für eine kurze oder auch lange Yoga-Praxis. Du entscheidest, ob es 45 oder 90 Minuten werden! Mit der Yoga-Praxis am Morgen startest du besonders frisch und entspannt in den Tag! Doch auch die Abendstunden kannst du nutzen, wenn der Tag sich langsam dem Ende neigt. Besonders zur Mittagszeit solltest du auf das Praktizieren von Yoga verzichten, da es hier schlicht und einfach zu heiß ist.

Angemessene Kleidung für Yoga im Sommer

Es gibt weder den perfekten Yogi noch die perfekte Kleidung im Yoga. Am besten ist es, du ziehst dir etwas Bequemes an, indem du dich wohlfühlst. Achte bei der Wahl der Kleidung darauf, dass der Stoff natürlich und atmungsaktiv ist. Leichte Baumwolle oder Stoffe aus Hanf sind besonders sanft auf der Haut und lassen diese atmen und schwitzen. Apropos schwitzen: Vielleicht möchtest du ein natürliches, veganes Deo im Sommer nutzen!

Ernährung/Getränke

Der Sommer bietet eine herrliche Auswahl an frischen Früchten, buntem Gemüse und selbst angebauten Kräutern. Das sollten wir für unsere Yoga-Praxis nutzen! Favorisiere daher Mahlzeiten, die arm sind an Kalorien und reich an natürlichen Nährstoffen. Du kannst dir z.B. deinen eigenen Zitronen-Drink für das Yoga im Park mischen oder einen leckeren, selbst-kreierten Himbeer-Joghurt nach dem Yoga am Morgen genießen. Trinke täglich 2-3 Liter Wasser – besonders vor und nach dem Yoga!

Beste Übungen oder deren Varianten im Sommer

Hier holen wir uns Hilfe vom Profi: Für die korrekten Anleitungen unterstützt uns Anne – Ernährungsberaterin Yoga- und Meditationslehrerin und Reiki-Meisterin – aus Süd-Indien und danken an dieser Stelle herzlich für ihren Input und ihre Inspiration.

Die Yoga-Asanas, also die Körperstellungen im Yoga, bringen stets eine Balance für Yin und Yang mit sich. Dabei gibt es Asanas, die mehr Yin (die weiche und feminine Energie) in uns erwecken und andere, welche die Yang-Energie (die starke und maskuline Energie) aktivieren. Vorwärtsbeugen gelten dabei als tolle Varianten, um die Yin-Energie in uns zu stärken, also die kühlende und frische Energie in uns.

Uttanasana (die stehende Vorwärtsbeuge)

1) Stelle dich auf die Yoga-Matte und halte die Füße parallel zueinander, faustbreit voneinander entfernt.
2) Atme ein und hebe die Arme geradlinig nach oben an.
3) In der Ausatmung beuge den Oberkörper von der Hüfte nach vorne und lasse die Hände in Richtung Boden gleiten.
4) Halte die Beine möglichst gestreckt; wenn du Knieprobleme hast, kannst du sie etwas anbeugen.
5) Entspanne den Kopf und Nacken.
6) Es geht nicht darum, möglichst weit nach unten zu kommen, sondern dass du entspannt die Haltung für 2 Minuten halten kannst.
7) Schließe die Augen und entspanne.

Paschimottanasana (die sitzende Vorwärtsbeuge)

1) Setze dich auf deine Yoga-Matte und strecke die Beine geradlinig nach vorne aus.
2) Mache den Rücken gerade und in der Einatmung ziehst du die Arme langsam nach oben.
3) Atme aus und beuge dich auch hier von der Hüfte so weit wie möglich nach vorne.
4) Lege die Hände dort ab, wo es dir möglich ist (z.B. Füße, Schienbeine oder Oberschenkel).
5) Entspanne Kopf und Nacken, halte die Position für 2 Minuten und beobachte deinen Atem.

Janu Jirsasana (Kopf-zu-Knie-Position)

1) Setze dich auch hier auf deine Yoga-Matte und halte die Beine ausgestreckt nach vorne.
2) Winkel nun dein rechtes Bein an und lege die rechte Fußsohle in die Innenseite des linken Oberschenkels.
3) Drehe den Oberkörper nun über die rechte Seite, sodass du über die rechte Schulter schaust. Der Rücken ist dabei aufrecht und das Kinn parallel zu Boden.
4) Nun greife mit der linken Hand so weit wie möglich zum linken Fuß und beuge dich in der Ausatmung langsam mit dem Oberkörper über das linke Bein.
5) Der rechte Arm gleitet automatisch nach oben und du kannst ihn über den Kopf entspannen.
6) Schließe die Augen, entspanne deinen Körper in dieser Position für 2 Minuten und beobachte deinen Atem.
7) Anschließend kannst du diese Position für die linke Körperhälfte durchführen.

Bhadrasana (Schmetterlings-Position)

1) Setze dich auf die Yoga-Matte und winkle beide Beine an, sodass die Fußsohlen zueinander geführt werden.
2) Bringe die Füße so weit wie möglich zu deinem Körper.
3) Lege nun die Hände um die Füße, ohne an ihnen zu ziehen.
4) Halte den Brustkorb offen und den Rücken gerade.
5) Beobachte in dieser Haltung deine Atmung für 2 Minuten.

Atmung

Im vielen Yoga-Stilen, die wir hierzulande finden, wird unser Bewusstsein auf die Atmung gelenkt. Das ist ganz gut – denn wann denken wir schon an unseren Atem? Wir erhalten somit eine Gelegenheit, unserer Atmung volle Aufmerksamkeit zu schenken und damit in das Hier und Jetzt einzutauchen. Im Sommer bietet es sich an, kühlende Atemübungen zu praktizieren. Hier gibt es zwei Varianten für dich:  

Sheetkari-Atmung

1) Setze dich in eine bequeme Sitzposition und halte Nacken, Kopf und Rücken gerade.
2) Öffne nun deine Lippen und drücke die Zähne zusammen.
3) Lege die Zunge an das obere Ende der Schneidezähne von innen und atme durch den Mund ein, während du bewusst ein zischendes Geräusch machst.
4) Schließe den Mund, atme durch die Nase aus und wiederhole den Vorgang 10-15 Mal.

Sheetali-Atmung

1) Strecke die Zunge aus und rolle sie (so weit wie es dir möglich ist, ansonsten kannst du die Zungenspitze auch an die Schneidezähne pressen und die Zunge nach außen drücken).
2) Atme durch den Mund ein und spüre, wie der kalte Atem hineinfließt.
3) Atme durch die Nase aus und fühle, wie der warme Atem hinausfließt.
4) Führe diese Übung 15-20 Mal nacheinander aus.

Meditation 

Die Meditation ist eine uralte Wissenschaft aus dem indischen Raum. Auch hierzulande wird es immer beliebter, sich für einige Minuten eine Auszeit zu gönnen und sich zum Meditieren still hinzusetzen. Ob an einem stillen Sommermorgen, an welchem das Vogelgezwitscher das einzige ist, das du hörst, oder in der Mittagspause im Park: Meditieren kannst du in jedem Moment! Es ist einfach und bringt deinen Geist zur Ruhe und wirkt nebenbei auch abkühlend.

Die nachfolgenden Meditationen können sowohl im Sitzen, Liegen oder Stehen ausgeführt werden. Du kannst dich dabei im Büro, Garten oder Park befinden und die Meditation nutzen, um Körper und Kopf in Harmonie zu bringen – als auch Herz und Atem wahrzunehmen!

Atem-Meditation

1) Schließe die Augen und den Mund und atme durch die Nase ein und aus.
2) Bringe dein Bewusstsein auf deine Atmung, ohne diese zu verstellen.
3) Beobachte deine Atmung schlicht und einfach und lasse sie ganz natürlich fließen.
4) Ohne sie zu beurteilen – ob schnell oder langsam, tief oder flach – lasse ihr einen freien Lauf.
5) Beobachte, wie der Atem bereits nach kurzer Zeit langsamer wird und auch dein Körper und Geist sich beruhigen.
6) Halte die Meditation für rund 5-10 Minuten aufrecht und öffne dann langsam die Augen.

Herz-Meditation

1) Schließe die Augen und lege das Bewusstsein in den Brustbereich.
2) Wann immer ein Gedanke auftaucht, lenke das Bewusstsein wieder zurück auf den Brustkorb.
3) Spüre, wie dieser Bereich langsam warm wird.
4) Bringe das Bewusstsein nun auf dein Herz und verweile hier für einige Momente.
5) Spüre das Herzpochen und die Ruhe, die diese Meditation mit sich bringt.
6) Öffne nach 5-10 Minuten langsam die Augen.

Kennst du weitere Asanas oder Übungen, mit denen wir uns im Sommer abkühlen können? Dann her mit deinem Wissen – wir freuen uns, von dir zu lesen!

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