Yoga und Fasten

Ich bin total begeistert von Heil- und Saftfasten-Kuren und versuche, das mindestens 1x jährlich durchzuziehen. Das entgiftet nicht nur den Körper. Durch das heruntergefahrene Energielevel kommt man zur Ruhe. Eine ideale Ergänzung stellt Yoga dar.

Fasten & Yoga-Retreats sind schon lange vom Reisemarkt nicht mehr wegzudenken. Doch was, wenn du zuhause einen solche Detox-Kur durchführen möchtest? Gerade die ersten Tage können anstrengend sein. Lange Spaziergänge an der frischen Luft tun mir immer besonders gut. Aber auch sanfte Bewegungsabläufe ergänzen das Heilfasten, denn mit Yoga unterstützt du nicht nur deine innere Ruhe, sondern auch das Fasten.

Wie können Yoga und Fasten sich gegenseitig positiv beeinflussen?

Yoga entlastet Körper, Geist und Seele und befreit uns vom Alltagsstress. Passend dazu bietet sich das Fasten an. Denn mit dem Heilfasten z.B. nach Buchinger oder einer Saftfastenkur kannst du deinem Körper eine Auszeit gönnen und den Kopf befreien. Bestimmte Yoga-Positionen wirken sich auf den Körper und die Organe aus (z.B. die Kobra-Position, die die Verdauungsorgane beeinflusst). Außerdem wird mit Asanas unser Nervensystem ausbalanciert.

Und auch das Fasten hat positive Auswirkungen auf die Yoga-Übungen: So kannst du die bestimmten Effekte in der spezifischen Asana besser spüren und die Energien fließen lassen. Atemübungen helfen, die beiden Körperhälften (Yin & Yang) wieder in Harmonie zu bringen und mit einer kleinen Meditation kannst du immer zur Ruhe zurückfinden, wenn du fastest. Du kannst also sehen: Yoga und Fasten unterstützen sich gegenseitig!  

Die besten Positionen 

Es gibt tausende Yoga-Übungen. Davon gelten einige als besonders förderlich, wenn wir fasten. Drei Asanas möchte ich dir an dieser Stelle vorstellen, damit du deine Fastenzeit gelassen und entspannt verbringen wirst. Auch können dir ein paar Runden des Sonnengrußes am Morgen helfen, mit frischer Energie in den Tag zu starten! Auf ein neues unterstützt uns Anne – Ernährungsberaterin Yoga- und Meditationslehrerin und Reiki-Meisterin – aus Süd-Indien.

Übung 1: Wind Befreiende Position (Pavanamuktasana)

  1. Lege dich auf den Rücken und ziehe in der Einatmung die Knie an die Brust heran.
  2. Halte den Kopf und Wirbelsäule am Boden.
  3. Halte diese Stellung für 2-3 Minuten und lasse in der Ausatmung die Beine zu Boden gleiten.

Wirkung: Diese Asana hilft bei Verdauungsbeschwerden, einem Blähbauch und bei zu viel Luft im Bauchbereich.

Übung 2: Bogen-Position (Dhanurasana)

  1. Lege dich auf den Bauch.
  2. Hebe den Kopf und oberen Brustbereich an und greife mit den Händen nach hinten zu deinen Fußknöcheln.
  3. Beuge die Knie und ziehe die Füße soweit wie möglich zu dir heran.
  4. Halte diese Position für 20-30 Sekunden und komme in der Ausatmung langsam wieder heraus.
  5. Führe diese Übung 2-3 Mal aus.

Wirkung: Diese Übung stärkt die Verdauungsorgane (besonders die Leber, Bauchspeicheldrüse sowie Dick- und Dünndarm).  

Übung 3: Todesstellung (Savasana)

  1. Lege dich auf den Rücken und entspanne den gesamten Körper.
  2. Du kannst eine Decke über deinen Körper legen, um es warm zu haben.
  3. Schließe die Augen und lasse die Zehen nach außen fallen.
  4. Die Handflächen zeigen nach oben.
  5. Bleibe für 10-15 Minuten in dieser Haltung, ohne dich zu bewegen.

Wirkung: Savasana hilft dir dabei, dass der Körper sich erdet und der Geist sich findet.

Atmung

Der Atem spielt nicht nur beim Yoga eine wichtige Rolle. Besonders beim Fasten kommen wir mit unserem Atem näher in Berührung. Da wir auf feste Nahrung verzichten, spüren wir die Hülle unseres Körpers und das, was sich in uns bewegt. Atemübungen helfen dir dabei, innerhalb weniger Minuten neue Energie zu tanken!

Übung 1: Brust-Atmung

  1. Atme ein und spüre, wie sich die Rippen heben und der Brustkorb sich öffnet.
  2. Atme aus und lasse die Rippen wieder an ihren Ausgangsort zurückkehren.
  3. Führe 20 Runden mit dieser bewussten Atemübung durch und beobachte deinen Atem während jeder Runde.  

Übung 2: Bauch-Atmung

  1. Atme ein und spüre, wie sich die Bauchdecke hebt und das Zwerchfell sich nach unten bewegt.
  2. Atme aus und lasse das Zwerchfell zurückkehren und die Bauchdecke herabsinken.
  3. Achte in jeder Runde auf die Bewegung des Bauches und führe diese Übung 20 Mal aus.  

Übung 3: Schlüsselbein-Atmung

  1. Atme ein und spüre, wie sich der obere Teil deines Brustkorbs hebt. Du kannst die Schultern dabei bewusst anheben und nach hinten rollen.
  2. Atme aus und beobachte, dass sich die Schlüsselbeine wieder herabsenken.
  3. Führe 20 Runden von dieser Übung durch und beobachte auch hier deinen Atem!

Meditation

Das Meditieren hilft beim Fasten, den Geist zu beruhigen, wenn es mal zu viel wird und die Gedanken sich überhäufen. Du kannst dir auch beruhigende Hintergrundmusik anstellen, um in die richtige Stimmung zu kommen. Dies hilft, leichter in die Meditation hineinzufinden.

Übung 1:  Mantra-Meditation

Wähle ein Mantra, das dir naheliegt (z.B. „Om Namah Shivaya“, „Ich bin glücklich und frei“ oder „Ich bin friedlich“). Sage das Mantra in der Einatmung und Ausatmung auf. Dies kann entweder mental in deinem Inneren geschehen oder du kannst es dir laut vorsagen. Auch das Wiederholen eines einzigen Wortes (z.B. „Glück“ oder „Frieden“) kann helfen, um mehr Achtsamkeit in dir zu finden.

Übung 2: Natur-Meditation

Setze dich in eine bequeme Position und lausche den natürlichen Geräuschen in deinem Umfeld. Was nimmst du wahr? Vielleicht ist es das Bellen eines Hundes, das Summen einer Fliege, das Rascheln der Blätter in den Bäumen in deinem Garten oder ein Flugzeug in der Ferne. Wann immer deine Gedanken abschweifen, komme zurück zu den natürlichen Geräuschen. Auf diese Weise kommst du ganz natürlich zur Ruhe.

Übung 3: Zen-Meditation

Du befindest dich in einer komfortablen Sitzposition. Schließe die Augen und beobachte für 5-10 Minuten alles, was in dir vor sich geht: Gefühle, Emotionen und Gedanken fließen wie Wolken am Himmel vorbei. Anstatt auf sie zu reagieren, nimm die Beobachter-Position ein und schaue dir die Bewegungen in Körper und Geist in Ruhe an.

Hast du bereits deine ersten Erfahrungen mit dem Fasten gemacht und kannst anderen LeserInnen etwas empfehlen? Dann freuen wir uns, von dir und deinen Erfahrungen zu lesen!

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